Nicht das, was man erwartet

So wie ich schließlich nicht das bin, was man von mir erwartet, ist auch dieser Blog kein typischer BDSM Blog. Wenn die werte LeserInnenschaft hofft, hier Anleitungen zum Training und Haltung von SklavInnen oder komplexen Fesselspielen zu finden…es tut mir leid. Da müssen Sie sich leider wieder weiter begeben. Selbst erotische Geschichten wollte ich keine schreiben,  meine Partnerin und  Sie (die Leserschaft wird verstehen,  wer gemeint ist)  haben mich aber überzeugt es doch zu tun. 

Dieser Blog ist über die Gedankenwelt eines Mannes, der Ende 30 erkannte, dass seine Sexualität eine sehr dunkle Komponente hat. Eine Komponente, die weder in das (falsche) Selbstbild noch in die soziale Umgebung passte. Scheinbar.

Als ich das erkannte, begann ich viel zu lesen. Im Internet gibt es wohl eine Million Seiten, die sich mit BDSM beschäftigen. Erotische Geschichten (ich kenne da ein paar gute Blogs, die ich der werten LeserInnenschaft sicher weiter empfehlen werde), Bondageanleitungen, Sklavenregeln…aber bis auf wenige Ausnahmen fand ich nichts, dass sich damit beschäftigt, wie es eigentlich WIRKLICH ist, als dominanter Mann zu leben, eine Familie zu haben seine Frau zu lieben. Denn eigentlich „darf“ ein Dom seine Sub (und meistens sind es dann gleich mehrere) gar nicht lieben. Denn es gibt ihnen Macht über Ihn. Und das geht gar nicht. Oder?
Vielleicht ist es auch anders.
Vielleicht kann man als dominanter Herr sogar für Gleichberechtigung stehen.
Ist es ok, seine Sklavin zu bestrafen, ihr die Tränen in die Augen zu treiben, weil sie die Schläge mit dem Rohrstock kaum mehr erträgt? Sie im Bett zu beherrschen, sie einfach für die eigene Befriedigung zu benutzen und ihr diese Freude selbst verbietet?
Und am nächsten Tag am Frühstückstisch zu überlegen, wie man gegen den sexistischen Arbeitskollegen vorgeht, der die junge Praktikantin belästigt?