Über mich und sie

Eigentlich bin ich ganz normal. Ich habe einen Job, wo ich nicht ganz unerfolgreich bin – aber nein, ich bin kein Manager, der wie ein Raubtier einen internationalen Konzern nach dem anderen koste es was es wolle ausquetscht – auch wenn Manager auf meiner Visitenkarte steht. Also kein Christian G. (tut mir leid, wenn sie sowas erwartet hätten)

Ich habe eine Familie. Zwei wunderbare Kinder und eine wunderbare Lebensgefährtin, die mir die beiden größten Geschenke gemacht hat. Meine Kinder und sich selbst. Auf ihre Art und Weise.

Wir leben am Rand einer größeren Stadt. Natürlich Häuschen im Grünen. Sandkasten, Schaukel, ein Gemüsegarten. Sie sollten einmal die Salben und Peelings benutzen, die meine Lebensgefährtin aus den Kräutern und Blumen herstellt, die im Garten wachsen.

Wir sind beide in unseren 30igern, ich am Ende, sie am Anfang. Beide Akademiker. Die Meinige ist im Einstieg in die Arbeitswelt, denn die Kinder kamen gleich nach dem Ende des Studiums. Beide sind wir politisch interessiert und links. Teilweise sogar sehr links. Natürlich ist sie emanzipiert. Ich hätte sie sonst nie als Partnerin gewählt. Ich war jahrelang politisch aktiv, umgeben von feministischen Frauen (und Männern), in der Gewerkschaft, der Studierendenvertretung (erkennen sie ja schon an meiner Schreibweise und dem „Binnen-I“)

Und doch bin ich ihr Herr, sie meine Sub.
Ich bereite ihr Schmerzen, wenn ich sie bestrafe.
Oder nur, weil es gerade sein muss.
Oder sie von mir Bestrafung erbettelt.
Ich erniedrige sie, wenn mir danach ist.
Weil ich es kann.
Weil sie es will.
Weil es uns beide maßlos erregt.
Sie dient mir, für meine Lust.
Ich gebiete über ihre Lust.
Und wenn ich es erlaube, darf sie.

Und niemand weiß es.
Niemand merkt es.

Und wenn unsere Kinder wach sind, leben sie in einer ganz normalen Familie, in der es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt. Und meine älteste Tochter Baggerfahrerin werden will. Und Papa ihr deswegen zu Weihnachten einen großen Bagger gekauft hat. Aber vielleicht will sie ja morgen Pilotin werden. Raumschiffe sind cool. Und nicht alles muss rosa sein. Aber zuerst muss einmal herum gebalgt werden. Denn auch Mädchen dürfen raufen.