Alles für die Wissenschaft…(Playnight Setup)

Diesmal eine Setup-Beschreibung die Herr M. (ein Freund der Familie) und ich für unsere Ehefrauen entworfen haben. Es ist ein „Mad Scientist“ Szenario und besonders geeignet für Spielabende mit mehreren Paaren.

Grundidee

Die Idee hinter dem „Mad Scientist“ Szenario ist eine Laborsituation. Ein oder mehrere Wissenschafter untersuchen Testsubjekte hinsichtlich ihrer Schmerzresistenz, ihres Sozialverhaltens, lingustischen und ihrer kognitiven Fähigkeiten. Die Testsubjekte werden dabei „objektiviert“, d.h. nur als Nummern behandelt und mehr oder minder wie Laborratten behandelt. Bei Wechseln in der Vorbereitung eignen sich Käfige, um die Subjekte inzwischen sicher zu verwahren.

Während des Szenarios werden mehrere Testreihen mit Testsequenzen durchgeführt und streng protokolliert. Also z.B. die Anzahl der Schläge, die Fehler die begangen wurden, Anzahl der Wiederholungen usw. Dazu kommen Beobachtungen am Testsubjekt, z.B.:“Beginnt nach 30 Schlägen schwer zu atmen“ oder „zeigt deutliche Erregung durch die Stimulation mit Klammern an den Brüsten“.

Am Ende wird eine Auswertung der Protokolle durchgeführt, alles natürlich nur aus rein wissenschaftlichen Zwecken.

 

Dauer

Es handelt sich um ein langes Szenario. Abhängig von den vorbereiteten Testfällen muss man aber mindestens 3-4 Stunden einplanen. Man kann es ohne Probleme auch auf ein ganzes Wochenende ausdehnen, wenn die Möglichkeit besteht. Dann kann es auch leicht mit einem Entführungsszenario kombiniert werden.

 

Gefahren

Unerfahrene Herren und Herrinnen können in Versuchung kommen, daraus einen Wettbewerb zwischen den Subjekten zu gestalten („Mein Subjekt hält mehr Schläge aus, als eure!“). So etwas ist natürlich vollkommen „unwissenschaftlich“ und sollte keinesfalls mit unvorbereiteten Testsubjekten durchgeführt werden. Wie immer gilt auch:“Play safe and consensual“. Achtet auf die Testsubjekte wie bei jeder spielerischer Aktivität, dass sie genug zu trinken bekommen und im Bedarfsfall auch etwas zu essen. Achtet auf die Gesundheit der SpielerInnen! Tut nichts, was gegen feste Grenzen verstößt.

 

Herausforderungen

Die Testreihen sollen natürlich objektiv sein. Somit können keine Tests durchgeführt werden, die harte Grenzen auch nur eines Subjekts überschreiten. Daher müssen sich die Herrinnen und Herren vorher klar abstimmen und es ist nur für vorbereitete Abende, aber keine spontanen Aktivitäten geeignet.

Vorbereitung

Die wichtigste Vorbereitung ist die Erstellung eines Testplans. Dieser sollte abwechselnd körperliche Aufgaben beinhalten als auch geistige. Den Testplan, den wir verwendet haben, findet ihr als Beispiel anbei. Dabei sollte sich die Intensität und Schwierigkeit steigern, Pausen zur Erholung bei langen Settings nicht vergessen.

Der Testplan muss an die Subjekte und ihre Grenzen angepasst sein. Als Zeiteinschätzung: Wir haben in 3 Stunden etwa die Hälfte der vorbereiteten Tests durchgespielt, wobei wir uns natürlich Zeit gelassen haben, auch ein paar „außerplanmäßige“ Dinge mit den Testsubjekten durchzuführen, da die Ethikkkommission gerade auf Urlaub war 😉 Und ein erzwungener Orgasmus zwischendurch hat das Ergebnis unserer Forschungsarbeiten sicher nicht beeinflusst…ebensowenig wie ein Blowjob während einer Pause.

Ansonsten sind die Vorbereitungen ebenso wie bei jedem anderen Spieleabend zu treffen. Werkzeuge sollten griffbereit sein und am besten in der Anzahl der Subjekte vorhanden, damit die Tests parallel durchgeführt werden können. Wobei eine abwechselnde Durchführung auch interessant sein kann. Man kann die Wartezeit ja damit verbringen, sein Testprotokoll auf Stand zu bringen.

Sinnvoll sind natürlich noch Klemmbretter und Stifte, ausgedruckte Testprotokolle und Labormäntel für das Gesamtbild. Ausreichend Getränke und kleine Snacks sind empfehlenswert, wissenschaftliche Arbeit kann sehr anstrengend sein 😉

Die räumlichen Gegebenheiten müssen an die Anzahl der Personen angepasst sein. Um das Feeling zu verbessern, wäre natürlich ein altes Labor oder ein Krankenhaus cool, aber wer hat das schon bei der Hand…zartrosa Plüsch ist nicht ganz das richtige.

Wer will kann aus der Konserve auch noch passende Laborgeräusche abspielen, wir hatten eine musikalische Playlist laufen. Auch wenn es bei uns eher härtere Musik war, kann ich mir Klassik auch sehr gut dazu vorstellen.

 

Durchführung

Hierzu gibt es wenig zu sagen. Das ist abhängig vom Testplan, Anzahl der Subjekte und Wissenschafter und deren innere Dynamik. In unserem Fall war es ein 2:2 Szenario, es kann durchaus auch größer gespielt werden. Im Falle eines 1:1 Settings sind natürlich einige Dinge nicht machbar, es ist dann vermutlich auch wesentlich schneller durchzuführen.

Der Testplan wird abgearbeitet. Dazwischen immer wieder protokollieren. Wichtig dabei, die Tester erhalten Titel und Namen, eine Person sollte der Testleiter sein. (Professor M., Dr. B.) Die Tester werden so angesprochen. Die Testsubjekte (gerne auch „Objekte“) werden nur mit Nummer angesprochen. Diese kann zB mit Stift auf den Rücken und die Stirn geschrieben werden, um eine Verwechslung zu vermeiden.
Die Testreihen werden immer laut und deutlich verlesen, dabei fordert der Testleiter immer einen den anderen Tester auf, die nächste Sequenz zu verlesen. Er achtet darauf, dass alle Subjekte korrekt getestet werden und zeichnet etwaige Abweichungen gegen.

Wenn vorhanden, kann auch eine Person (zB eine Person, die gerade „angelernt“ wird oder eine Person, die gesundheitlich angeschlagen ist) als Schriftführer dienen. Dabei diktiert der jeweilige Tester den Text, der festzuhalten ist.

Am Ende kann aus den Testprotokollen eine Gesamtauswertung durchgeführt werden. Das ist natürlich vor allem dann interessant, wenn viele Testsubjekte überprüft wurden. Die individuellen Ergebnisse können als interessante Erkenntnisse für die einzelnen Herren und Herrinnen für zukünftige Aktivitäten dienen.

 

Kombinantionsmöglichkeiten

Es kann gut mit einem Entführungszenario kombiniert werden. (Bitte jedoch daran denken, dass Nachbarn vielleicht die Polizei rufen könnten UND das eine Polizeikontrolle vielleicht auch „Erklärungsbedarf“ bedeuten kann…)

Ebenfalls können natürlich individuelle Nuancen hinzugefügt werden. (Military, Aliens,…)

Test Protokoll Beispiel

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