Der liebe Dom und der Beruf…

Zeit meines Lebens war ich eher ein diplomatischer Mensch. Klar, ab und zu suchte ich gezielt den Konflikt, doch im Normalfall war mein Vorgehen immer ruhig und ausgleichend.

In den letzten Monaten hat sich dies verändert. Persönliche Befindlichkeiten sind nicht im Mittelpunkt meines Handels – ich erwarte mir von meinen Kollegen, dass sie mit großer Anstrengung an ihren Beruf gehen. Perfektion sozusagen. Das ist etwas schwierig, denn der typische Österreicher neigt zu einem großen Maß an „Schlampigkeit“ mit einer guten Portion an „des passt schon“. Österreicher sind eher so, dass alles OK ist, aber kaum etwas perfekt.

Gut, damit kann und muss ich leben. Denn ich bin auch stellenweise mehr „OK“ als perfekt – aber weil ich es nicht besser kann/weiß. Aber erkenne ich fehlendes Bemühen oder klare „Befehlsverweigerung“, dann kommt bei mir der Dom durch. Da wird die verbale 9 Schwänzige ausgepackt. Ein paar Tage später, wenn der innere Dom wieder ruht, muss ich mich entschuldigen. Ist dann doch wieder wichtig, die innere Befindlichkeit der anderen. Mal sehen, wie lange das noch so ist. Mal sehen, was dann passiert.

Ich mag ja jetzt auch Gin Tonic. Konnte ich früher nie leiden.

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